50 Jahre Mauna Loa-Observatorium

Im November 1957 wurde auf auf dem Vulkan Mauna Loa (Hawaii) in 3400 m Höhe ein Observatorium eröffnet. Neben dem "normalen" Wetter werden u. a. die Sonnenstrahlung und die Bestandteile der Luft untersucht. Bekannt wurde das Observatorium durch die systematische Messung der Kohlendioxid-Konzentration in der Luft. Hierfür eignet sich dieser Standort besonders gut, da er nur sehr wenig von Vegetation und menschlichen Aktivitäten beeinflusst wird.


Mauna Loa-Observatorium

Das Observatoriumsgelände am Mauna Loa mit dem Mauna Kea im Hintergrund. Mehr Bilder und Webcams vom Mauna Loa-Observatorium gibt es auf den NOAA/ESRL-Seiten.


In den ersten Jahren der Messungen auf dem Mauna Loa schwankte die Kohlendioxid-Konzentration zwischen 308 und 315 ppm (entspricht 0,031%), mit Maximum im Frühling und Minimum im Herbst. Während der Wachstumsperiode nehmen die Pflanzen mehr Kohlendioxid aus der Luft auf, als sie an die Luft abgeben. In der winterlichen Ruhezeit ist dagegen die Kohlendioxid-Freisetzung durch Abbauprozesse höher als die Aufnahme durch Pflanzen. Abgesehen von diesen jährlichen Schwankungen stieg der Kohlendioxid-Gehalt der Luft in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an. So lag der Schwankungsbereich von Herbst 2006 bis Frühling 2007 zwischen 378 und 384 ppm. Mittlerweile konnte eindeutig geklärt werden, dass der Anstieg hauptsächlich durch die Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl und Erdgas) zu erklären ist.


CO2-Kurve Mauna Loa

Die Entwicklung der Kohlendioxid-Konzentration am Mauna Loa-Observatorium seit 1958. Dargestellt sind die Monatswerte (farbig) und die Konzentrationsänderung nach Korrektur der jährlichen Schwankungen (schwarz). Weitere Grafiken und Messdaten finden sich hier.


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